ABSTRAKTE COMICS

zeitrauappel-enigma_smallmexit präsentiert gemeinsam mit dem Verein Kulturnetz e.V. (Bremen) eine Ausstellung mit Abstrakten Comics. Dem Mannheimer Publikum werden progressive und aktuelle Entwicklungen im Comicgenre nahe gebracht. Gezeigt werden internationale Künstler*innen, die an den Grenzbereichen des Genres arbeiten. Sowohl zeitraumexit als auch Kulturnetz haben in den letzten Jahren Comic-Ausstellungen realisiert, bei denen der Schwerpunkt weniger auf dem leicht zugänglichen und leicht konsumierbaren Comic-Mainstream lag, sondern auf aktuellen Entwicklungen und Grenzbereichen, in denen Comics als künstlerisches Genre immer wieder neu ausgelotet werden. Dieser Weg wird mit der aktuellen Ausstellung weiter beschritten.

Gezeigt werden Arbeiten von Pascal Matthey, Jerome Puigros-Puigener und Florian Huet, die alle in Brüssel ansässig sind. Daneben werden Arbeiten von Garth A Hopkins aus England, Rosaire Appel aus den USA und Satu Kaikkonen aus Finnland präsentiert.

Pascal Matthey und Jerome Puigros-Puigener sind Mitbegründer des in Brüssel ansässigen Kollektivs HABEAS CORPUS. Neben konventionellen narrativen Comics und Fanzines widmen sich beide immer wieder experimentellen Comics in denen sie sich mit verschieden Strukturmerkmalen des Genres Comic auseinander setzen.

Florian Huet hat an der L’École Européenne Supérieure de l’Image d’Angoulême eine Ausbildung als Comiczeichner genossen und sich dann experimentellen Formen des Comics und in Handarbeit hergestellten Kleinstpublikationen zugewandt. Er lebt in Brüssel und ist dort Teil des Kollektivs Edition Polysteryne.

Garth A Hopkins arbeitet seit einigen Jahren an dem Comicprojekt Intercorstal, einem fortlaufenden Comic-Projekt, das eine Welt zeigt, die sich wie ein Film über unsere Wirklichkeit legt. Seine Arbeiten sind Umarbeitungen von Comicseite, Auseinandersetzungen mit Dynamik, Komposition und Seitenaufbau. Ergänzt werden die Arbeiten durch Strukturmerkmale von Comics. Dabei wird eine genre-internen Historiographie des Genres Comics sichtbar gemacht.

Rosaire Appel aus New York und Satu Kaikkonen aus Finnland sind sowohl bildende Künstlerinnen als auch Lyrikerinnen, die sich mit den abstrakten Möglichkeiten beider künstlerischen Genres beschäftigen. Über den Umweg der konkreten Poesie und des asemischen Schreibens – also des Schriftlichen vor der Entwicklung einer Schrift – haben beide abstrakten Comics als Ausdruck gefunden. Sie erforschen in ihrer Kunst die spezifischen Möglichkeiten des Genres Comic in Hinblick auf abstrakte Schriftlichkeit.

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Mit Unterstützung des Institut Francais und der Wallonie Bruexelles International